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Biber im Gunzger Wald

Im letzten Jahr hat sich auf der grossen ökologischen Ausgleichsfläche beim Kieswerk ein Biber angesiedelt. Grundsätzlich freut uns das – der Biber ist ein spannendes Tier und ökologisch wertvoll. Gleichzeitig bringt er aber auch konkrete Herausforderungen mit sich.


Kurz vor dem Jahreswechsel haben wir im angrenzenden Wald grössere Schäden festgestellt: Über 80 Eichen wurden angenagt oder gefällt. Diese Bäume sind nicht einfach „irgendwelche“ Eichen – sie wurden vor rund 25 Jahren im Rahmen der Rekultivierung gepflanzt und seither mit viel Aufwand gepflegt.

Gerade auf solchen Flächen können wir nicht auf natürliche Verjüngung zählen. Jeder Baum, der heute dort steht, wurde bewusst gesetzt und über Jahre begleitet. Entsprechend schmerzt ein solcher Verlust gleich doppelt: finanziell, aber auch persönlich. In dieser Fläche stecken viele Arbeitsstunden und viel Engagement unseres Teams.


Gemeinsam mit dem Kanton haben wir deshalb ein Pilotprojekt gestartet. Unser Ziel ist es nicht, den Biber zu vertreiben, sondern ihn zu lenken und die besonders wertvollen Bereiche zu schützen.

Dazu haben wir einen rund 500 Meter langen Elektrozaun erstellt. Dieser besteht aus einer einzelnen Litze in etwa 15 Zentimetern Höhe. So sprechen wir gezielt den Biber an: Grössere Tiere können problemlos darübersteigen, kleinere darunter hindurch – ihre Bewegungsfreiheit bleibt erhalten.


Elektrozaun zwischen ökologischer Ausgleichsfläche und Wirtschaftswald
Elektrozaun zwischen ökologischer Ausgleichsfläche und Wirtschaftswald

Die ersten Erfahrungen stimmen uns positiv. Seit dem Aufbau des Zauns konnten wir keine neuen Schäden feststellen.

Wir bleiben dran und beobachten die Situation weiter.


Dieses Pilotprojekt ist auch medial auf Interesse gestossen. Wenn Sie der Radiobeitrag oder der Bericht in der Solothurner Zeitung interessiert, finden Sie diese unter den folgenden Links.





 
 
 

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